Unterwegs auf dem Ciclo Via Francigena

31.05.2023 Von Viterbo nach Compagnano di Roma
Mit dem Besuch des Domes verabschiedeten wir uns von Viterbo und starteten in die vorletzte Etappe, die uns mit 57 Km und 739 Höhenmetern als mittelschwere E-Bike-Tour ausgewiesen wurde.


Beim Abbiegen auf die Via Francigena mussten wir feststellen, dass der Starkregen gestern doch seine Spuren hinterlassen hatte und das Auf und Ab auf dem sandigen und steinigen Untergrund erschwerte. Aber wir hatten uns entschieden, wenigstens auf einer Etappe der Pilgerroute durchgehend zu folgen.


Je weiter wir vorankamen, desto häufiger trafen wir auf Pilger, die wie wir Richtung Rom unterwegs waren – allerdings zu Fuß. Es ging vorbei an den sich wiederholenden Haselnussplantagen, mal auf einem breiten Kiesweg, dann aber auch wieder auf schmalen naturbelassenen Wanderwegen durch die Region.


Wir bereuten bald unsere Entscheidung für den mit der Bezeichnung – Ciclo Via Francigena – auch für Radfahrer ausgewiesenen Pilgerweg, der uns und unseren Rädern alles abverlangte. Es kam zu drei Stürzen auf der Strecke, die ihre Spuren bei Fahrer und Material hinterließen und zu einem vorübergehenden Totalausfall der Technik führten.


Die mit bis zu 25 Kilogramm Gepäck beladenen Räder kamn immer wieder ins Rutschen auf dem vom Starkregen durchweichten Boden, der zudem nicht nur mit Kies, sondern auch mit Geröll und Steinen überzogen war.

Gott sei Dank verlief die Via Francigena streckenweise auf asphaltierten Nebenstraßen, so kamen wir wieder besser ins Rollen und sahen dann auch auf dem Berg unser Etappenziel – Compagnano die Roma. Der Aufstieg mit 20% Steigung war für uns nicht mehr zu schaffen und so hieß es Räder und Gepäck den Berg hochschieben.


Das sollte aber noch nicht die letzte Tortur gewesen sein, denn als wir das Haus mit der Nummer 31, unsere Unterkunft, erreichten, sahen wir schon durch die offene Tür die nächste Herausforderung – Gepäck und Fahrräder die schmalen Treppen hochwuchten. Warum bekommen wir immer die Turmzimmer?

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