Die erste Runde auf dem Green Velo

23.5.2026

Der Green Velo ist ein 2000 km langer Radweg immer an der Grenzen Polens lang. Er zeichnet sich aber aus durch viele kleine Runden, die man vor Ort fahren kann.

Die Radwege sind gut ausgeschildert, man sollte sich nicht auf immer auf die geplante Runde verlassen, denn die führen auch mal in eine Schilfwüste.

Entlang an Marien Statuen, die zum Teil noch an den zweiten Weltkrieg erinnern, und über Brücken, die der deutsche TÜV nie genehmigt hätte, ging es zum Zoo.

Der Waldzoo hatte eine ganze Reihe von Tiere, die man anschauen konnte, nicht immer war das Tierfreund Herz davon erfreut.

Die Rund-Strecke zeichnete sich durch Abwechslung aus. Es gab schöne Wälder, weite Wiesen und Dörfer mit neuen und alten Häusern.

Super Häuser

Eine unbeachtete Schöne Lodz

Eine unbeachtete Schöne Lodz

Am nächsten Tag erkundete ich zuerst den jüdischen Friedhof. Dieses weitläufige Gelände strahlt eine absolute Ruhe aus und kleine und große Grabdenkmäler wechseln sich ab.

Danach ging es in die Stadt. Dort schaute ich mir die Manufaktura an. Das neueste Highlight dieser Stadt . Ein ehemaliges Fabrikgelände ist zu einem Treffpunkt für Jung und alt geworden. Fantastische Architektur wird ergänzt durch lebendige Stadtkultur.

Auch die Piotrowska, die Hauptstraße von Lodz, die 4 km lang ist, war ein besonderes Erlebnis.

Die Allee der Stars, die an polnische Schauspielerinnen und Regisseur erinnert, habe ich ebenso bestaunt wie die vielen Villen aus den reichen Zeiten der Vergangenheit .

Interessant waren die Rosengasse und der Palast von Poznanski.

Unbedingt anschauen.

Wroclaw- immer wieder einen Besuch wert

19.5.2026

Auf einer Fahrrad-Tour durch die immer schöner werdende Stadt an der Oder entdeckte ich Altbekanntes, wie das Rathaus und Neues.

Immer wieder gibt es dort etwas zu entdecken, sei es eine Streetfood-Halle,

sei es, eine neue Aussichtsplattform oder sei es ein ehemaliges deutsches Stadtviertel. Verbunden sind fast alle Sehenswürdigkeiten mit ausgezeichneten Radwegen oder Radspuren.

Meine liebsten Entdeckungen sind aber die neuesten Zwerge. Papa Krol darf natürlich nicht fehlen.

Das Green Velo Abenteuer beginnt

18.5.2025 Wermsdorf Dresden Roda Wroclaw

Die Anreise zum Green Velo war mit unterschiedlichen Autoproblemen behaftet. Kurz nach Dresden leuchtete eine gelbe Lampe auf. Ich fuhr zurück zu unserer Autowerkstatt nach Roda, eine Probefahrt eine kleine Durchsicht und sie gab grünes Licht. Alles war in Ordnung. Wahrscheinlich nur ein Wackelkontakt. Am selben Tag fuhr ich also noch nach Wroclaw.

Am übernächsten Tag wollte das Auto schon nicht von der Wiese fahren.( Es war ein sehr nasser Untergrund gewesen.) Beim Stopp am Ausgang des Campingplatzes ging gar nichts mehr ,die gelben Engel vom polnischen ADAC kamen nach circa einer halben Stunde. Die Batterie hatte ihren Geist aufgegeben. Was tun? So entschloss ich mich ,die Batterie wechseln zu lassen. Gesagt getan. Der Weiterfahrt stand nichts mehr im Wege. Toi toi toi.

Pilgern zum Fin da Terra

von Muxia nach Fisterra (18,5km)

Wir nahmen mit einem Foto Abschied von Muxiaund auf gings zur letzten Etappe entlang der Landstraße.

Über einen steilen Berg wanderten wir Richtung Lires, wo nach 15,5km unser Verkürzungstransfer wartete, um uns bis zum Ende der Welt zu fahren (weitere 15,5km)

Am Km 0,00 ließen wir uns ein zweites Mal ablichten, aber diesmal in Fisterra. Jetzt war definitiv unsere Pilgerreise zu Ende.

Zurück zu unserem Hotel ging es wieder 3km zu Fuß entlang der Straße.

Am Ortseingang von Fisterra besuchten wir noch die Kirche Santa Maria das Areas aus dem 14. Jahrhundert. Bis zur Entdeckung der Neuen Welt galt die Holzskulptur als die westlichste Christusdarstellung. Sie soll während eines Sturms über Bord eines Schiffes gefallen und dann in Fisterra gestrandet sein.

 Ende eines langen Abenteuers

Zum Kilometer 0

von A Grixa nach Muxia (15 km)

Wir nahmen Abschied von unserer freundlichen Gastgeberin Sofia und machten uns auf den Weg nach Muxia.

Es ging wie immer über Asphaltstraßen und lichte Waldstücke bergauf und wieder bergab.

Der steinerne Horreo aus dem 16. Jahrhundert vor der Kirche de San Martino de Ozon ist mit einer Länge von 27 m und 22 Pfeilern einer der größten Kornspeicher Galiciens.

Auch bedeutsam auf unserer Strecke war die dreischiffige romanische Kirche vom ehemaligen Kloster San Xulian de Moraine – leider geschlossen. 

Wir folgten dem Sträßchen am Kloster vorbei und wurden von einem herrlichen Küstenblick empfangen. 

Durch Kiefernwald kamen wir hinunter zur Playa de Espineirido und über den Bohlenweg erreichten wir Muxia. 

Wir liefen weiter zum Sanktuarium A NosaSenora da Barca und zum Kilometer 0,00, dem Zielpunkt unserer Etappe.

Unsere Urkunde erhielten wir in der Bibliothek von Muxia nach Vorlage unseres abgestempelten Pilgerausweises.

Dem “Vakner” entkommen

Von Oliveira nach A Grixa (17,7 Km

Beim Verlassen von Oliveira blickten wir noch einmal auf die Kirche und die Horreos und wanderten abwechselnd auf Waldschotterwegen und Landstraßen Richtung A Grixa.

Wir erreichten den Kreisverkehr, wo sich der Jakobsweg gabelt.

Weiter ging es Richtung Muxia, ins legendenumwobene “Vakner – Gebiet”. Der armenische Pilger Martiros, Bischof von Arzendjan, berichtete im 15. Jahrhundert in seinen Schriften von einer Begegnung mit einem dämonischen Wesen, einem großen, sehr gefährlichen Wildtier, der “Vakner”.

Wir begegneten ihm nicht, trafen aber auf weidende Rinder, überquerten ein romantisches Flüsschen und erreichten wohlbehalten unser Etappenziel.

Orujo sei Dank! 

von Negreira nach Oliveira (21km)

Da die Etappe mit insgesamt 33km recht lang war, hatten wir einen Verkürzungstransfer gebucht. Doch uns unterlief ein Fehler, wir hätten nicht in Vilaserio aussteigen dürfen. Was uns erwartete, war Wanderung entlang der Landstraße.

Monoton und trostlos bot sich die von intensiver Bewirtschaftung geprägte Landschaft dar, wenig Wald, viel Feld und Wiese. Abwechslung brachte nur der Wechsel der Straßenseite, von rechts nach links und von links nach rechts.

Wir überquerten den höchsten Berg der Region Terra de Xallas , den Aro (556m) und stiegen ab Richtung Lago.

Wieder an der Landstraße angekommen, wurden wir begleitet von landwirtschaftlichen Großgeräten.

Ein Cafe Carajillo (ein galizischer Espresso mit  Orujo , einem Tresterbrand) genossen in Lago, half uns über diese Monotonie und Trostlosigkeit hinweg und beflügelte unsere Schritte Richtung Zielort.

Kurz vor unserer Unterkunft erreichten wir diesen Ruheplatz mit Aussicht am Straßenrand Was stimmt nicht an diesem Foto?

 

Auf ans Ende der Welt

von Santiago de Compostela nach Negreira (21km)

Der Camino nach Finesterra und Muxia ist die Verlängerung des klassischen Jakobsweges. Was diesen Camino für uns so besonders machte, war die Möglichkeit, die Reise nach dem Besuch des Apostelgrabes fortzusetzen.

Wir verließen die Altstadt von Santiago und kamen im Stadtteil San Lourenzo durch einen kleinen Wald mit mächtigen Eichen und blickten zurück auf die Kathedrale und die Altstadt.

Weiter ging es an Mauern entlang, dann durch ein Wäldchen und bergan zum Alto do Vento.

Wir passierten die Dörfchen Ventosa und Castelo und liefen die Landstraße entlang Richtung Aguapedsada. 

Die fünfblättrige blaue galizische Ochsenzunge, der treue Begleiter auf all unseren Etappen, zeigte sich auch hier am Wegesrand. 

Höhepunkt der anstrengenden Wanderung war die sehenswerte gotische Steinbrücke von Ponte Maceira, die den Fluss Tambre in elegantem auf dem Scheitelpunkt spitz zulaufendem Schwung überspannt. Von der Brücke bot sich ein schöner Blick über den Fluss und einem mittelalterlichen Anwesen.

Von dort war es nicht mehr weit bis zum Städtchen Negreira, das Ernest Hemingway in seinem Roman “Wem die Stunde schlägt” erwähnt.

Ruhetag in Santiago de Compostela

Der heutige Tag war als “Ruhetag” geplant, aber in Santiago gibt es viel zu sehen und zu tun. So mussten wir zuallererst am Bahnhof unsere Zugfahrt nach Madrid für den 25.04. organisieren. 

Danach gingen wir mit unseren Pilgerausweisen zum Pilgerbüro, um dort unsere Compostela ausstellen zu lassen.

Im Anschluss besuchten wir die Pilgermesse in der Kathedrale und das Grab des Heiligen Apostels Jakobus, welches sich unter dem Hochaltar befindet.

Ein Rundgang durch die Altstadt war somit inklusive und wurde von uns zum Erwerb von diversen Mitbringsel und zur Käseverkostung in der QueseriaPrestes genutzt.

Am Ende hatten wir wieder über 10000 Schritte auf dem Konto – zu viel für einen “Ruhetag”.

Den Abschluss bildete um 18.00 Uhr vom Reiseveranstalter angebotene Stadtführung, um den Teil der Altstadt, der die Kathedrale umgibt, noch genauer kennenzulernen.