Zu den Füßen des Apostels Jakobus –

Von O Pedrouzo nach Santiago de Compostela (22 km)

Die letzte Etappe ähnelte einem Massenstart, gleich mehrere Schulklassen waren mit uns unterwegs. 

Ein letztes Mal zeigte sich der Camino von seiner ländlichen Seite. Es ging wieder durch kleine Dörfer mit offenen Kirchen, durch Wälder und über Landstraßen. 

Für die Stempler die letzte Chance, am Pilgerstrom zu verdienen.

Der Weg nach Santiago führte über den Monte do Gozo, den Freudenberg. An diesem symbolträchtigen Ort zeigten sich zum ersten Mal die Türme der Kathedrale von der Ferne. Wir mussten einige hundert Meter vom Camino abweichen, aber die Fotos waren es wert.

Vom Monte do Gozo führte der Weg bergab und zog sich kilometerlang hin, bis wir mit großem Tam-Tam in der Altstadt empfangen wurden.

Über die Praza do Obradoiro gelangten wir endlich zur Kathedrale von Santiago de Compostela, dem Höhepunkt unserer Pilgerreise.

Flaschenpost auf dem Camino

– Von Arzua nach O Pedrouzo(20 km)

Die vorletzte Etappe vor der Ankunft in Santiago war angenehm zu wandern, wenn auch schon am Start der Pilgerstrom enorm zunahm, ganze Schulklassen machten sich auf den Weg.

Die Landschaft zeigte sich zunächst unverändert, es ging über Landstraßen, Feld- und Hohlwege, durch Wald und kleine Dörfer. Eine mediterrane Atmosphäre verbreiteten Palmen, Kakteen und Bananenstauden.

Die Sonne schien, die Wanderhosen wurden kürzer und Gelegenheiten zur Erfrischung am Wegesrand wurden gern angenommen.

Da genügend Einkehrmöglichkeiten entlang des Camino angeboten werden, muss man sich als Besitzer etwas einfallen lassen, um Pilger anzulocken. Wir fanden diese kreative Nutzung des Leergutes besonders interessant.

 

Mystischer Moment

– auf dem Weg von Melide nach Arzua(14 km)

Wir verließen Melide im Sprühregen (unser ständiger Begleiter), aber nicht ohne vorher dem steinernen Kruzifix, eines des ältesten Galiciens, einen Besuch abzustatten.

Auf Landstraßen und unbefestigten Wegen zog sich der Camino durch die hügelige Landschaft, durch romantische Wälder, Kuhweiden und kleine Dörfer.

Höhepunkt der Etappe war der Besuch der romanischen Iglesia de Santa Maria außerhalb von Melide mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert. Das zentrale Blickfeld zeigt die Dreifaltigkeit, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten.

Gleich nach dem Besuch der Iglesia kam für einen kurzen Augenblick die Sonne hervor, um für einen mystischen Moment zu sorgen.

Danach führte uns der Camino über eine Brücke in Richtung Ribadiso und weiter, an der Straße entlang, nach Arzua, unserem Etappenziel.

Ins Zentrum Galiciens

3.Etappe – Von Palas de Rei nach Melide (14 km)

Wir verließen Palas de Rei um in dichte Wälder einzutauchen.

Hatten im Mittelalter die Templer die Pilgerscharen vor Wegelagerern beschützt, so belagern heute die Stempler die Waldwege, um ihre bunten Wachsstempel an die Frau oder den Mann zu bringen. 

Einer von vielen Möglichkeiten

Durch hügeliges Gelände ging es weiter Richtung San Xuliando Camino. In der romanischen Kirche des Ortes, ein Beispielreligiöser Architektur der Region, erhielten wir unseren zweiten Tagesstempel und hatten Gelegenheit, ein Kerzenlicht anzuzünden.

Noch vor Melide passierten wir die schöne mittelalterliche Brücke von Furelos, ein steinerner Zeuge der historischen Bedeutung des Jakobsweges. 

Melide selbst liegt genau in der geografischen Mitte von Galicien und hier mündet der Camino Frances in den Camino Primitivo, dem ältesten Jakobsweg.

Von Pause zu Pause auf der Königsetappe

2. Etappe Von Portomarin nach Palas de Rei (26 km)

Von Portomarin ging es über die Brücke tiefer ins ländliche Galicien mit seiner charakteristischen Hügellandschaft und den Eukalyptus- und Kastanienwäldern

Bis Palas de Rei verlief der Weg monoton, meist entlang von Landstraßen, aber die Abfolge von kleineren Siedlungen und damit verbundenenEinkehrmöglichkeiten sorgte für etwas Abwechslung. 

Die Dörfer mit ihren Lost Places und Steinmauern entfalteten ihren eigenen Charme, ebenso die für Galicien unverwechselbaren Horreos, auf Stelzen vom Boden erhobene Stein- oder Holzkonstruktionen, in denen die Ernte gespeichert wird. 

Die notwendigen Stempel für den Pilgerpass erhielten wir in jedem Dorf oder auch mal direkt von der Guardia Civil. 

Über unbefestigte Feld- und Waldwege ging es hinab nach Palas de Rei.

 

Auf dem Camino Frances von Sarria nach Portomarin (23Km)

Unser Wegzeichen

Die San Salvador Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist ein Muss für jeden, der Sarria besucht und da unser Weg daran vorbei ging, begann unser Camino genau an diesem Ort.

Wir folgten den gelben Pfeilen und dem Symbol der Jakobsmuschel und verließen Sarria über die Römer Brücke Ponte da Aspera. 

Der Camino schlängelte sich durch bizarre Eichenwälder, und Felder. Auf der Höhe von Ferreirospassierten wir die meistfotografierte Wegmarke des gesamten Jakobsweges.

Ab hier sind es noch 100 km bis Santiago. Kurz nach Vilacha verzweigte sich der Weg. Der Hauptweg gingnach links und stieg nach wenigen Minuten durch einen engen steilen Felskanal zur LU-633 ab. 

Von dort aus ging es über die Brücke und die große Freitreppe mit insgesamt 82 Stufen in die Altstadt von Portomarin mit der festungsähnlichen Iglesia de San Nicolas.

 

Im Sauseschritt nach Galizien

Angenehmer Flug

Unter mir liegt die Küste von Spanien. Ich denke das ist schon Galizien. Die Küste ist wild zerklüftet und weiße Wolken ziehen drüber hinweg. Die Anreise war bisher völlig problemlos angenehm und wir kommen dem Ziel immer näher.

Angekommen

Von oben ist Spanien ein sehr grünes Land viel Wald,kleinteilige Landwirtschaft wechseln sich ab mit Weinbergen und viel Wald.

Wie sieht Spanien aus?

Eine reichliche Stunde Autofahrt über die Berge Galizien. Sehr viel Grün zeugt von sehr viel Regen. 

Unsere Anfahrt

Das Einchecken ging problemlos. Dann Essen fassen. Das erste Mal bekamen wir galizisches Essen vorgesetzt. Ich entschied mich für eine galizische Fischsuppe und einem gegrilltem Seehecht. Beides war ausgezeichnet, so kann das Pilgern losgehen.

Es schmeckt.
Ein sehr guter Seehecht

Kunstvolle Vitaltour um den Lemberg

Eine zweite VorbereitungsTour führte uns auch in die Nähe von Bad Kreuznach auf den Lemberg. Es ging um diesen Berg herum mal hoch mal runter meist auf schönen angenehmen Wegen.

Ein wenig Abenteuer

Höhepunkt war dann der schmale Trail hoch über der Nahe. Kunstvolle Bänke, luden zum Verweilen und Schauen ein.

Über der Nahe Blick nach Bayern

Ein Holzkünstler hatte sich hier austoben dürfen. Jede Bank war anders gestaltet mit liebevollen Details.

Und es gab sogar noch mehr Kunst zu bestaunen. Immer mal wieder tauchte ein neues Kunstwerk am Rande auf.

Suche und finde die Kunst

Klassische Vitaltour über den Rotenfels 

9. April 2026,

Jürgen und ich wollen ja gemeinsam auf den Camino laufen, so dass eine Vorbereitung nicht die schlechteste Idee ist. Dazu haben wir uns zwei Vorbereitungs Touren bei Bad Kreuznach ausgedacht. Die erste fand heute statt.

Der Camino beginnt.

Es ging zuerst durch die Stadt Bad Kreuznach, immer Berg hoch über den Panorama Weg zur Klassik Tour. Diese führte um den Rotenfels herum. Er leuchtete mal im Steinbruch und mal von der Anhöhe herab. Wir stiegen auf teilweise unbequemen Wegen nach oben .

Anstrengend

Fast 350 Höhenmeter galt es zu überwinden. Immer wieder gab es Bänke, die uns zum Ausruhen einluden. Wir nutzen sie auch als Lohn für unsere Anstrengungen. Es waren immer wieder sehr schöne Rund-Blicke ,mal in das Nahetal, mal auf Bad Kreuznach. 16 km wurden es am Ende.

Viel zu sehen.
Überall Wein

Anreise nach Bad Kreuznach

Mittwoch, 8. April 2026

Ich hatte die kühne Idee mit der Deutschen Bahn zu fahren und wiederErwarten hat alles gut geklappt. Der ICE war sogar 20 Minuten zu früh da. Die Reise verlief ohne Zwischenfälle und irgendwelchen Abenteuer. Die Fahrgastzusammensetzung hat sich etwas verändert. Viele Sprachen schwirren durcheinander und es ist wärmer als in Ostdeutschland.

Bei Familie Gericke angekommen, ging es dann gleich durch einen Weinberg. An manchen Stellen wurde sogar Raps dazwischen gesät. Soweit das Auge schweift, gibt es Weinberge. Getrunken habe ich aber ein alkoholfreies Bier.

Ein Highlight, wenn wir eine Komoot unternommen hätten, wäre das blaue Haus.

Am Zaun hängen Kunstwerke und standen Skulpturen. Alle waren sehr sehenswert und eine echte Überraschung.