Orujo sei Dank! 

von Negreira nach Oliveira (21km)

Da die Etappe mit insgesamt 33km recht lang war, hatten wir einen Verkürzungstransfer gebucht. Doch uns unterlief ein Fehler, wir hätten nicht in Vilaserio aussteigen dürfen. Was uns erwartete, war Wanderung entlang der Landstraße.

Monoton und trostlos bot sich die von intensiver Bewirtschaftung geprägte Landschaft dar, wenig Wald, viel Feld und Wiese. Abwechslung brachte nur der Wechsel der Straßenseite, von rechts nach links und von links nach rechts.

Wir überquerten den höchsten Berg der Region Terra de Xallas , den Aro (556m) und stiegen ab Richtung Lago.

Wieder an der Landstraße angekommen, wurden wir begleitet von landwirtschaftlichen Großgeräten.

Ein Cafe Carajillo (ein galizischer Espresso mit  Orujo , einem Tresterbrand) genossen in Lago, half uns über diese Monotonie und Trostlosigkeit hinweg und beflügelte unsere Schritte Richtung Zielort.

Kurz vor unserer Unterkunft erreichten wir diesen Ruheplatz mit Aussicht am Straßenrand Was stimmt nicht an diesem Foto?

 

Auf ans Ende der Welt

von Santiago de Compostela nach Negreira (21km)

Der Camino nach Finesterra und Muxia ist die Verlängerung des klassischen Jakobsweges. Was diesen Camino für uns so besonders machte, war die Möglichkeit, die Reise nach dem Besuch des Apostelgrabes fortzusetzen.

Wir verließen die Altstadt von Santiago und kamen im Stadtteil San Lourenzo durch einen kleinen Wald mit mächtigen Eichen und blickten zurück auf die Kathedrale und die Altstadt.

Weiter ging es an Mauern entlang, dann durch ein Wäldchen und bergan zum Alto do Vento.

Wir passierten die Dörfchen Ventosa und Castelo und liefen die Landstraße entlang Richtung Aguapedsada. 

Die fünfblättrige blaue galizische Ochsenzunge, der treue Begleiter auf all unseren Etappen, zeigte sich auch hier am Wegesrand. 

Höhepunkt der anstrengenden Wanderung war die sehenswerte gotische Steinbrücke von Ponte Maceira, die den Fluss Tambre in elegantem auf dem Scheitelpunkt spitz zulaufendem Schwung überspannt. Von der Brücke bot sich ein schöner Blick über den Fluss und einem mittelalterlichen Anwesen.

Von dort war es nicht mehr weit bis zum Städtchen Negreira, das Ernest Hemingway in seinem Roman “Wem die Stunde schlägt” erwähnt.

Ruhetag in Santiago de Compostela

Der heutige Tag war als “Ruhetag” geplant, aber in Santiago gibt es viel zu sehen und zu tun. So mussten wir zuallererst am Bahnhof unsere Zugfahrt nach Madrid für den 25.04. organisieren. 

Danach gingen wir mit unseren Pilgerausweisen zum Pilgerbüro, um dort unsere Compostela ausstellen zu lassen.

Im Anschluss besuchten wir die Pilgermesse in der Kathedrale und das Grab des Heiligen Apostels Jakobus, welches sich unter dem Hochaltar befindet.

Ein Rundgang durch die Altstadt war somit inklusive und wurde von uns zum Erwerb von diversen Mitbringsel und zur Käseverkostung in der QueseriaPrestes genutzt.

Am Ende hatten wir wieder über 10000 Schritte auf dem Konto – zu viel für einen “Ruhetag”.

Den Abschluss bildete um 18.00 Uhr vom Reiseveranstalter angebotene Stadtführung, um den Teil der Altstadt, der die Kathedrale umgibt, noch genauer kennenzulernen.

 

Zu den Füßen des Apostels Jakobus –

Von O Pedrouzo nach Santiago de Compostela (22 km)

Die letzte Etappe ähnelte einem Massenstart, gleich mehrere Schulklassen waren mit uns unterwegs. 

Ein letztes Mal zeigte sich der Camino von seiner ländlichen Seite. Es ging wieder durch kleine Dörfer mit offenen Kirchen, durch Wälder und über Landstraßen. 

Für die Stempler die letzte Chance, am Pilgerstrom zu verdienen.

Der Weg nach Santiago führte über den Monte do Gozo, den Freudenberg. An diesem symbolträchtigen Ort zeigten sich zum ersten Mal die Türme der Kathedrale von der Ferne. Wir mussten einige hundert Meter vom Camino abweichen, aber die Fotos waren es wert.

Vom Monte do Gozo führte der Weg bergab und zog sich kilometerlang hin, bis wir mit großem Tam-Tam in der Altstadt empfangen wurden.

Über die Praza do Obradoiro gelangten wir endlich zur Kathedrale von Santiago de Compostela, dem Höhepunkt unserer Pilgerreise.

Flaschenpost auf dem Camino

– Von Arzua nach O Pedrouzo(20 km)

Die vorletzte Etappe vor der Ankunft in Santiago war angenehm zu wandern, wenn auch schon am Start der Pilgerstrom enorm zunahm, ganze Schulklassen machten sich auf den Weg.

Die Landschaft zeigte sich zunächst unverändert, es ging über Landstraßen, Feld- und Hohlwege, durch Wald und kleine Dörfer. Eine mediterrane Atmosphäre verbreiteten Palmen, Kakteen und Bananenstauden.

Die Sonne schien, die Wanderhosen wurden kürzer und Gelegenheiten zur Erfrischung am Wegesrand wurden gern angenommen.

Da genügend Einkehrmöglichkeiten entlang des Camino angeboten werden, muss man sich als Besitzer etwas einfallen lassen, um Pilger anzulocken. Wir fanden diese kreative Nutzung des Leergutes besonders interessant.

 

Mystischer Moment

– auf dem Weg von Melide nach Arzua(14 km)

Wir verließen Melide im Sprühregen (unser ständiger Begleiter), aber nicht ohne vorher dem steinernen Kruzifix, eines des ältesten Galiciens, einen Besuch abzustatten.

Auf Landstraßen und unbefestigten Wegen zog sich der Camino durch die hügelige Landschaft, durch romantische Wälder, Kuhweiden und kleine Dörfer.

Höhepunkt der Etappe war der Besuch der romanischen Iglesia de Santa Maria außerhalb von Melide mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert. Das zentrale Blickfeld zeigt die Dreifaltigkeit, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten.

Gleich nach dem Besuch der Iglesia kam für einen kurzen Augenblick die Sonne hervor, um für einen mystischen Moment zu sorgen.

Danach führte uns der Camino über eine Brücke in Richtung Ribadiso und weiter, an der Straße entlang, nach Arzua, unserem Etappenziel.

Ins Zentrum Galiciens

3.Etappe – Von Palas de Rei nach Melide (14 km)

Wir verließen Palas de Rei um in dichte Wälder einzutauchen.

Hatten im Mittelalter die Templer die Pilgerscharen vor Wegelagerern beschützt, so belagern heute die Stempler die Waldwege, um ihre bunten Wachsstempel an die Frau oder den Mann zu bringen. 

Einer von vielen Möglichkeiten

Durch hügeliges Gelände ging es weiter Richtung San Xuliando Camino. In der romanischen Kirche des Ortes, ein Beispielreligiöser Architektur der Region, erhielten wir unseren zweiten Tagesstempel und hatten Gelegenheit, ein Kerzenlicht anzuzünden.

Noch vor Melide passierten wir die schöne mittelalterliche Brücke von Furelos, ein steinerner Zeuge der historischen Bedeutung des Jakobsweges. 

Melide selbst liegt genau in der geografischen Mitte von Galicien und hier mündet der Camino Frances in den Camino Primitivo, dem ältesten Jakobsweg.

Von Pause zu Pause auf der Königsetappe

2. Etappe Von Portomarin nach Palas de Rei (26 km)

Von Portomarin ging es über die Brücke tiefer ins ländliche Galicien mit seiner charakteristischen Hügellandschaft und den Eukalyptus- und Kastanienwäldern

Bis Palas de Rei verlief der Weg monoton, meist entlang von Landstraßen, aber die Abfolge von kleineren Siedlungen und damit verbundenenEinkehrmöglichkeiten sorgte für etwas Abwechslung. 

Die Dörfer mit ihren Lost Places und Steinmauern entfalteten ihren eigenen Charme, ebenso die für Galicien unverwechselbaren Horreos, auf Stelzen vom Boden erhobene Stein- oder Holzkonstruktionen, in denen die Ernte gespeichert wird. 

Die notwendigen Stempel für den Pilgerpass erhielten wir in jedem Dorf oder auch mal direkt von der Guardia Civil. 

Über unbefestigte Feld- und Waldwege ging es hinab nach Palas de Rei.

 

Auf dem Camino Frances von Sarria nach Portomarin (23Km)

Unser Wegzeichen

Die San Salvador Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist ein Muss für jeden, der Sarria besucht und da unser Weg daran vorbei ging, begann unser Camino genau an diesem Ort.

Wir folgten den gelben Pfeilen und dem Symbol der Jakobsmuschel und verließen Sarria über die Römer Brücke Ponte da Aspera. 

Der Camino schlängelte sich durch bizarre Eichenwälder, und Felder. Auf der Höhe von Ferreirospassierten wir die meistfotografierte Wegmarke des gesamten Jakobsweges.

Ab hier sind es noch 100 km bis Santiago. Kurz nach Vilacha verzweigte sich der Weg. Der Hauptweg gingnach links und stieg nach wenigen Minuten durch einen engen steilen Felskanal zur LU-633 ab. 

Von dort aus ging es über die Brücke und die große Freitreppe mit insgesamt 82 Stufen in die Altstadt von Portomarin mit der festungsähnlichen Iglesia de San Nicolas.

 

Im Sauseschritt nach Galizien

Angenehmer Flug

Unter mir liegt die Küste von Spanien. Ich denke das ist schon Galizien. Die Küste ist wild zerklüftet und weiße Wolken ziehen drüber hinweg. Die Anreise war bisher völlig problemlos angenehm und wir kommen dem Ziel immer näher.

Angekommen

Von oben ist Spanien ein sehr grünes Land viel Wald,kleinteilige Landwirtschaft wechseln sich ab mit Weinbergen und viel Wald.

Wie sieht Spanien aus?

Eine reichliche Stunde Autofahrt über die Berge Galizien. Sehr viel Grün zeugt von sehr viel Regen. 

Unsere Anfahrt

Das Einchecken ging problemlos. Dann Essen fassen. Das erste Mal bekamen wir galizisches Essen vorgesetzt. Ich entschied mich für eine galizische Fischsuppe und einem gegrilltem Seehecht. Beides war ausgezeichnet, so kann das Pilgern losgehen.

Es schmeckt.
Ein sehr guter Seehecht