27.05.2023 Von Siena nach Pienza
Siena ist einen Besuch wert, mit dieser Erkenntnis verließen wir die Stadt Richtung Rom. Mit uns waren auch Pilger auf der Via Francigena unterwegs.

Nach ca. 30 Km erreichten wir das Städtchen Buonconvento. Die Altstadt Buonconventos stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist sehr gut erhalten. Zentral liegt die Porta Senese, das beeindruckende Stadttor innerhalb der Stadtmauer.

Der Süden der Toskana ist eines der malerischsten Gebiete Italiens und nicht umsonst „Sehnsuchtsziel“ vieler Touristen, denn er verzaubert seine Besucher mit einzigartigen Landschaften zwischen Olivenhainen, Zypressenalleen, Weinbergen und mittelalterlichen Orten. Wir hatten uns entschieden, die Via Francigena (Kiesweg) gegen die Via Cassia (Asphaltstraße) einzutauschen, um es in dieser sehr bergigen Region etwas leichter zu haben.

Nach 58 Km und 780 gemeisterten Höhenmetern erreichten wir Pienza, das natürlich auch wie alle Städtchen in der Toskana auf einem Berg thronte. Schon das Ortseingangsschild verwies auf dieses besondere Fleckchen Erde. Stadt und Tal gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Papst Pius II plante die nach ihm benannt Ortschaft im 15. Jahrhundert als Idealstadt im Renaissancestil. Im Zentrum des geometrisch angelegten Grundrisses entstand der Hauptplatz, die Piazza Comunale. Mehrere Straßen führen sternförmig auf die Piazza zu, wodurch einzigartige Perspektiven und ein Ausblick auf die Hauptbauten des Stadtzentrums geschaffen wurden: Die Kathedrale, den Palazzo Piccolomini, den Palazzo Vescovile sowie das Rathaus (Palazzo Pubblico). Einen besonderen Blickfang bildet der Travertin-Brunnen auf der Piazza, auf dem Pius II mit einer Widmung verewigt ist.
