500 Jahre Reformation in Luckau 31.10.2017

 

Ich war mal wieder in Luckau meiner alten Heimatstadt zu Besuch bei meiner Mutter gewesen. Verbunden habe ich das mit einem Besuch der Nicolaikirche Luckau, die ja von außen schon immer meinen Horizont mit ihrer Mächtigkeit bestimmt hat. War sie doch vier Jahre lang, ein ständiger Begleiter meiner Schulzeit gewesen und ihre Glocken klang häufig süß der Pausen wegen in meinen Ohren. Uns so manche heimliche Zigarette ließ sich in ihrem Schatten herrlich unbeobachtet von bösen Lehrern   genießen. Heute war jedoch der Gedenkgottesdienst mein Zielpunkt gewesen.

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Recht abwechslungsreich führten gleich drei Pfarrer durch das Glaubens und Kulturprogramm. Immer wieder schweiften meine Blicke auch durch die riesige Kirche mit ihren vielen Patronatslogen und gotischen Spitzbogen. Altar und Seitenaltäre luden zum genaueren Beobachten ein. An Martin Luther wurde selbstverständlich auch erinnert, eine unendliche Geschichte ging auch ruhmvoll zu Ende. 7 restaurierte Pastorenbilder wurden der Öffentlichkeit zurückgegeben.

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Eigentlich war das Theaterspiel nach dem Gottesdienst mein eigentliches Besuchsziel gewesen, hatte ich doch in einen der unzähligen von meiner Mutter gesammelten Zeitungssausschnitte davon gelesen. Die drei Pfarrer und andere Darsteller gaben sich an 5 Stationen sehr viel Mühe die Ablassgeschichten locker und leicht zu erzählen und auch darzustellen. Der Ort Luckau gab ein hervorragendes Bühnenbild ab. Selbst meine Hochzeitskapelle spielte eine Rolle. Ein rundum gelungener Abschluss meines Luthertripps. Toll waren die Zuschauermassen in der Kirche und auch beim Lutherspiel.

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Kleine Stätten der Reformation im Land Brandenburg 1.5.2017

 Kleine Stätten der Reformation im Land  Brandenburg 1.5.2017

Die Spuren der Reformation sind auch in der Niederlausitz zu finden, aber ich musste schon etwas genauer hinschauen. In Luckau fand ich an der Nicolai Kirche diese schöne Reformationsbank und originale Teufelspuren am Eingang. Dorfkirchen gibt es selbstverständlich in fast jedem Dorf, so wie in Goßmar am Kranich Radweg.

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Die Dorfkirchen sind meist aus Feldsteinen erbaut und fast in jedem Ort vorhanden. Ein besonders schönes Exemplar steht in Ogrosen. Kirche, Linde, Pfarrhaus alles ist noch ein wahres Idyll. Eine kleine Tafel weist auf O.E. Schmidt hin, der auch schon hier gewesen ist.

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An einigen Orten ist die Kirche auch geöffnet, z.B. in Fürstlich Drehna. Von außen ein typischer Brandenburger Kirchenbau ist sie doch von innen besonders schlicht evangelisch gehalten.