Ruhetag in Treviso 11.09.2022

Ruhetag in Treviso 11.09.2022
Vor unserer letzten Tour und unserem Reiseziel Venedig nutzten wir den Ruhetag, um durch Treviso zu bummeln. Da unser Quartier etwas außerhalb des Zentrums lag, nahmen wir unsere Fahrräder um die 2,5 Km zur Altstadt zurückzulegen. Treviso verfügt über gut gekennzeichnete Radwege und hält auf den zentralen Plätzen Fahrradständer bereit, um die Räder sicher abzuparken. So konnten wir in Ruhe zu Fuß die Altstadt erkunden.

Piazza dei Sighori

Von der Porta di San Tomaso aus dem 16. Jahrhundert ging es zur Piazza dei Sighori, dem Herzstück Trevisos mit dem Stadtturm am Palazzo del Podesta.
Da die Kirchen am Sonntag 12.00 Uhr schließen und erst wieder gegen 17.00 Uhr öffnen, stand der Besuch der romanischen Chiesa di San Niccolo als nächster Punkt auf dem Programm.

Y3 Chiesa di San Niccolo
Fresken

Hier waren Fresken aus dem 16. Jahrhundert zu bewundern. Glücklicherweise bekamen wir auch unseren Francobollo, unseren Stempel in den Pilgerpass.

Unser Francobollo

In der Kathedrale von Treviso auf der Piazza del Duomo nahmen wir noch den Schluss des Gottesdienstes mit, bevor auch hier die Türen für uns geschlossen wurden. Trotz der monumentalen klassizistischen Bauweise weist der Dom im Inneren eine schöne romanische Krypta und einige Werke italienischer Meister auf. Das Altarbild „Die Verkündigung“ stammt von Tizian (1517).

Dom von Treviso

Nach einem Prosecco und leckeren Appetithäppchen setzten wir unseren Rundgang fort,

Prosecco muss sein

schlenderten am Buranelli Kanal und an den Mauern von Treviso entlang und durch die Gassen der Altstadt.

Buranelli Kanal
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Wandertag in Andriano Südtirol 03.09.2022

Wandertag in Andriano Südtirol 03.09.2022
Für den Samstag hatten wir einen Wandertag eingeplant, um der sixtinischen Kapelle der Alpen einen Besuch abzustatten. Da es unmöglich war, mit dem Fahrrad die Burg zu erreichen, mussten wir uns von Andriano 8 Km zu Fuß auf den Weg machen und dabei 460 Höhenmeter überwinden.

Voll anstrengend

Kunst im Dorf


Schon beim Einstieg stießen wir auf Kunst und Krempel – eine kreative Person hatte Spruchweisheiten auf Alltagsgegenständen am Wegesrand zur Schau gestellt, eine originelle Idee.

Der Kreidturm


Der Aufstieg zur Burg war beschwerlich und der markierte Weg führte mal steiler, mal flacher vorbei am Kreidturm zur Burg Hocheppan. Der 34 Meter hohe viereckige Turm wurde einst als Wehr – und Wachturm für „Kreidfeuer“ genutzt.

Heute eine Gaststätte


Die besondere Lage von Hocheppan (636m) erklärt die Bedeutung dieser Burg der Grafen von Bozen. Neben einer Kapelle aus dem 10. Jahrhundert erbauten die Grafen ihren neuen Sitz.

Sixtinische Kapelle der Alpen

Die 1131 nach einem Umbau wieder geweihte Burgkapelle mit ihren drei Apsiden ist reich an romanischen Wandmalereien, weshalb man sie auch als sixtinische Kapelle der Alpen bezeichnet. Die byzantinisch geprägten Fresken mit Szenen aus dem Leben Jesu und der Apostel sind sehr eindrucksvoll.

Gut erhalten


Nach einer Erfrischung im Burgrestaurant ging es den gleichen Weg wieder zurück nach Andrian, wo wir in der Pizzeria den wunderbaren Ausflug mit Profiterole ( italienische Windbeutel) und Cappuchino ausklingen ließen.

Profiterole

Zu Ötzi nach Bozen 02.09.2022

Zu Ötzi nach Bozen 02.09.2022

Von Meran ging es am Freitag nach Bozen, eine kurze Etappe, aber da wir Quartier in Andriano nahmen und so wieder von Bozen zurückfahren mussten, wurden es am Ende auch wieder 50 Km.
Der Radweg war breit, gut ausgebaut und asphaltiert, solange wir im Tal fuhren. Mussten wir aber der Via Claudia Augusta folgend den Radweg Merano – Bozen verlassen, dann ging es oft auf schmaleren Wegen und auch auf Kies weiter, aber immer vorbei an den endlosen Apfelplantagen.

Endlose Apfelplantagen


Die Strecke von Andriano nach Bozen verlief parallel der Eisenbahnlinie und der Etsch, wir kamen schnell voran. In Bozen war es etwas schwieriger, da wir oft die Seite wechseln mussten, mal waren die Radwege rechts, dann wieder links. So kämpften wir uns durch die Vorstadt ins Stadtzentrum bis zum Südtiroler Archäologiemuseum, um den berühmten Mann im Eis zu besichtigen.

Mann aus dem Eis


Danach ging es zur Piazza Walther, dem berühmten Waltherplatz, der sich ebenfalls im Zentrum der Südtiroler Landeshauptstadt befindet. Seinen Namen verdankt er dem Dichter Walther von der Vogelweide, dem das von Heinrich Natter aus Laaser Marmor geschaffene Walther-Denkmal auf der Mitte des Platzes gewidmet ist. Der Waltherplatz gilt als einer der markantesten Punkte und als gesellschaftliches Zentrum der Stadt.

Piazza Walther

In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, der wir ebenfalls noch einen Besuch abstatteten.
Am Nachmittag traten wir wieder unseren Rückweg an in Richtung Andriano.

Auf dem Etsch Radweg

Dahinab! Raus aus Augsburg 25.8.2022

Dahinab! Raus aus Augsburg 25.8.2022
Wir mussten zwar nicht aus Augsburg fliehen, wie Martin Luther am21.10.1518, doch ging es auch für uns weiter die Via Claudia Augusta entlang, 69 Km und 260 Höhenmeter Richtung Fuchstal.

Immer noch in Betrieb.

Kaum aus Augsburg raus, passierten wir die ehemalige Slalomstrecke der Olympischen Spiele von 1972 – heute Kanuleistungszentrum.
Der Via Claudia Augusta folgend ging es weiter Richtung Landsberg am Lech.

Zwei auf dem Weg nach Rom.

Die malerische Stadt Landsberg an der Romantischen Straße gehört zu den Regionen Deutschlands mit der höchsten Lebensqualität.

An der Straße der Romantik Landsberg

Die reiche Geschichte der Stadt spiegelt sich in den Gassen und Plätzen der Altstadt und in den kunsthistorisch bedeutenden Kirchen gibt es zahlreich Schätze zu bestaunen.

Stadtpfarrkirche in Landsberg

Erste Etappe auf der Via Claudia Augusta 23.8.2022

Erste Etappe auf der Via Claudia Augusta 23.8.2022
Von Donauwörth ging es für uns auf der Via Claudia Augusta weiter. Der gut ausgebaute Radweg führte uns auf den Spuren der Feldherren Drusus und Tiberius entlang der alten Römerstraße nach Augsburg, 49 Km, 180 Höhenmeter.


Die Via Claudia Augusta wurde im Jahre 47 n.Chr. unter Kaiser Claudius von Altinum über den Reschenpass bis an die Donau erbaut. Ursprünglich wurde sie als militärischer Weg genutzt, in den folgenden Jahrhunderten entwickelte sie sich zu einer wichtigen Handels – und Reiseroute. Später verlor die Via Claudia Augusta ihre Bedeutung als führende Römerstraße an die immer wichtiger werdende Strecke über den Brenner.
In Allmannshofen begegneten wir den Schwabenbüffeln, einer Herde Wasserbüffel, die hier an der Donau heimisch geworden sind. Aus der Region für Genießer – Fleisch und Wurst vom Wasserbüffel.


In Augsburg angekommen besuchten wir zunächst die Touristinformation im Zentrum der Altstadt, um Material für die Planung unseres Ruhetages zu sammeln, der natürlich wieder ganz im Zeichen Luthers stehen soll.

Immer den Main-Donau-Kanal entlang 20.8.2022

Immer den Main-Donau-Kanal entlang 20.8.2022
Von Bamberg ging es in unserer vierten Etappe immer den Main-Donau-Kanal entlang nach Nürnberg, vorbei an Forchheim, Erlangen und Fürth, immer schnurgeradeaus, 66Km weit. Es war eine leichte Tour, da nur wenige Höhenmeter auf den gut ausgebauten Radwegen zu überwinden waren.


Nach einer Leberkäs – Brotzeit beim „Der Beck“ Bäcker nahe Fürth ging es zügig nach Nürnberg, das wir gerade noch trocken erreichten, bis der Platzregen losging, der den ganzen Tag anhalten sollte.


Da wir ohnehin einen Ruhetag in Nürnberg eingeplant hatten, blieb uns am Folgetag noch Zeit, um die Stadt ein wenig näher kennen zu lernen. Der Stadtrundgang führte uns zuerst zur St. Lorenzkirche, der größten evangelischen Kirche Bayerns. Seit 1525 ist ganz Nürnberg evangelisch – lutherisch, der erste lutherische Prediger war Andreas Osianer. Die meisten Kunstwerke dieser Kirche stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Mit ihren drei Orgeln besitzt die Lorenzkirche eine der größten Orgelanlagen Europas.


Das Albrecht- Dürer-Haus ist ein Muss für Nürnberg – Touristen, doch leider gibt es kaum einen „echten Dürer“ zu bewundern, nur Kopien. Auch die Einrichtung des Dürer Hauses ist nachempfunden und nicht original. Trotzdem fasziniert das mächtige Fachwerkhaus, das Dürer 1509 erwarb und in dem er 1528 auch starb. Wie durch ein Wunder überstand dieses Gebäude die verheerende Bombardierung der Nürnberger Altstadt 1945 und ist damit heute eines der wenigen unzerstörten Bürgerhäuser aus Nürnbergs Blütezeit.


Will man einen echten Dürer sehen, dann muss man sich auf den Weg ins Germanische Nationalmuseum machen und viel Zeit mitbringen. Das GNM ist das größte kulturhistorische Museum des deutschen Sprachraums und es besitzt umfangreiche Sammlungen. Wir hatten uns vor allem für die Highliights entschieden, Werke von Albrecht Dürer und Lucas Cranach und die Sonderausstellungen „Das Mittelalter – Die Kunst des 15. Jahrhunderts – Preview“ und „Hans Hoffmann – Ein europäischer Künstler der Renaissance“..


Nach so viel Kultur wird man hungrig und deshalb statteten wir der ältesten, am selben Platz betriebenen, noch existierenden Bratwurstküche Nürnbergs einen Besuch ab. Und was isst man in Nürnberg? – natürlich Bratwurst, mit Sauerkraut, mit Kartoffelsalat oder mit Musik.

Pilgern in Corona-Zeiten

6.Tag 23.07.2020 Naumburg-Erfurt 70 Kilometer

Vor dem Start nach Erfurt stand der Besuch des Naumburger Doms und der Fotoausstellung „Uta trifft Nina“ auf dem Programm.

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Für Pilger ist der Eintritt kostenlos.

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Corona ist überall gegenwärtig, in der Außenwerbung und auch im Hauptschiff des Klosters. Die Fahrt nach Erfurt ist anstrengend aufgrund der Anstiege (550 Höhenmeter!),

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aber auch aufgrund der Streckenführung laut Pilgerweg. Es geht durch kleine Ortschaften, ohne Konsum, Bäcker oder Gaststätte. Wer nicht vorgesorgt hat, der hat das Nachsehen und kann erst ab Eckartsberga oder Buttelstedt auf Pausenversorgung hoffen.

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Pilgerfahrt in Sachsen-Anhalt

5.Tag 22.07.2020  Kleinliebenau Naumburg 60 Kilometer

+ 30 Kilometer Selben Kleinliebenau

Auch die Strecke von  Leipzig nach Naumburg durch Sachsen-Anhalt stellte uns immer wieder vor die Frage Pilgerweg oder Bundesstraße?

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Am Ende haben wir uns meist für den Pilgerweg entschieden, denn er führt an interessante Wegmarken und Kulturdenkmäler vorbei, die es Wert sind, genauer in Augenschein genommen zu werden,

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wie z. B. die Holzstele am Wallendorfer See oder die St. Thomae Cantuariensis in Merseburg, die auf die Paulina von Schraplau verweist, die erste Santiagopilgerin Mitteldeutschlands.

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Leipziger Überraschungen

4.Tag 21.07.2020 Strehla Leipzig 70 Km + 20 KM

Die Gegend um Leipzig ist flach, denkt man,

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auch ist der Pilgerweg nicht immer für Fahrradfahrer geeignet und so erschweren Sand und Steine das Vorwärtskommen.

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Kleine Mittel und kleine Pausen in den umliegenden Schlossgärten  z.B.: Lampertswalde sind der Schlüssel zum Erfolg.

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Tipp: Wenn man beim Zielpunkt Nikolaikirche Leipzig keinen Stempel bekommt, da niemand vor Ort ist, einfach zum Shop der Thomaskirche weiter pilgern und dort zum Ausgleich zwei Stempel erhalten. Stempel gibt es übrigens nicht nur in den Kirchen, Pilgerunterkünften und Pfarreien, sondern auch an Stempelstellen am Wegesrand, wie z.B. an der Stempelstelle Liebschützberg (www.der-liebschuetzberg.de).

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Im Zeichen der Muschel

3.Tag 20.07.2020 82 Kilometer Panschwitz Kuckau- Strehla 4.36 Stunden Fahrt

Pilgern war nicht nur in längst vergangenen Zeiten eine körperlich sehr anstrengende Tortur.

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Auch heutzutage mit dem Fahrrad ist die Pilgerroute entlang der Via Regia keine Spazierfahrt.

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Pausen müssen fest eingeplant werden, will man das Ziel gesund erreichen.

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