Ein Lutherweg nach Herzberg 6.5.2018

 

Nun haben die Herzberger auch ihren eigenen schönen Lutherweg.

Er beginnt in Torgau und geht 26 Km Richtung Osten nach Herzberg. Mit der Ausstellung „Standfest.Bibelfest.Trinkfest“ auf Schloss Hartenfels beginnt der Ausflug in die Zeit der Reformation.

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Schon die Eingangsschilder sind schön anzusehen, die Hinweisschilder gut zu sehen. Der Erlebnis- und Wissenspfad führt auf einem echten Lutherweg entlang. Informationstafeln erzählen über Luther und seine Zeit ebenso wie über das Dorf und die Kirche. Über 20-mal ist Luther über die Dörfer nach Herzberg zu Visitationen gezogen.

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Mal naturbelassen, mal auf Asphalt fährt es sich ganz ordentlich. Mal über Felder, mal durch Wälder, am Ende steht man vor der großen alles überragenden Stadtkirche von Herzberg, die mit ihren Deckenmalereien glänzt. In Döbrichau fanden wir sogar eine frisch gepflanzte Luthereiche und auch Biberspuren waren sehr beeindruckend.

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Auf Luthersuche im Harz 15.2.2018

Auf Luthersuche im Harz 15.2.2018

Auch wenn das Reformationsjahr 2017 schon wieder Geschichte ist, ist ja Martin Luther immer noch vorhanden. Und so war es zwangsläufig unvermeidlich, dass wir über Spuren des Reformators stolpern mussten.

In Goslar prangte ein riesiges Gemälde in der Kaiserpfalz und erzählte die Legende über 1521.

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Im evangelischen deutschen Kaiserreich gehörte Luther in die Traditionslinie.

An Souveniren ist auch das Harzland voll von Lutherteilen. War es am Okerstausee beim Windbeutelkönig ein Luther Windbeutel, so war in Derenburg bei den Harzkristallern ein Lutherbecher gewesen.

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Höhepunkt der Findung von Erinnerungsstücken zur Reformation war jedoch die Fachwerkstadt Osterwieck gewesen, hier standen an vielen Hausfassaden Lutherzitate. Und auch das Stadtwappen erinnerte stark an die Lutherrose.

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500 Jahre Reformation in Luckau 31.10.2017

 

Ich war mal wieder in Luckau meiner alten Heimatstadt zu Besuch bei meiner Mutter gewesen. Verbunden habe ich das mit einem Besuch der Nicolaikirche Luckau, die ja von außen schon immer meinen Horizont mit ihrer Mächtigkeit bestimmt hat. War sie doch vier Jahre lang, ein ständiger Begleiter meiner Schulzeit gewesen und ihre Glocken klang häufig süß der Pausen wegen in meinen Ohren. Uns so manche heimliche Zigarette ließ sich in ihrem Schatten herrlich unbeobachtet von bösen Lehrern   genießen. Heute war jedoch der Gedenkgottesdienst mein Zielpunkt gewesen.

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Recht abwechslungsreich führten gleich drei Pfarrer durch das Glaubens und Kulturprogramm. Immer wieder schweiften meine Blicke auch durch die riesige Kirche mit ihren vielen Patronatslogen und gotischen Spitzbogen. Altar und Seitenaltäre luden zum genaueren Beobachten ein. An Martin Luther wurde selbstverständlich auch erinnert, eine unendliche Geschichte ging auch ruhmvoll zu Ende. 7 restaurierte Pastorenbilder wurden der Öffentlichkeit zurückgegeben.

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Eigentlich war das Theaterspiel nach dem Gottesdienst mein eigentliches Besuchsziel gewesen, hatte ich doch in einen der unzähligen von meiner Mutter gesammelten Zeitungssausschnitte davon gelesen. Die drei Pfarrer und andere Darsteller gaben sich an 5 Stationen sehr viel Mühe die Ablassgeschichten locker und leicht zu erzählen und auch darzustellen. Der Ort Luckau gab ein hervorragendes Bühnenbild ab. Selbst meine Hochzeitskapelle spielte eine Rolle. Ein rundum gelungener Abschluss meines Luthertripps. Toll waren die Zuschauermassen in der Kirche und auch beim Lutherspiel.

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Zwei Teufel auf Luthers Kanzel 22.10.2017

 

Wo gibt es so was, natürlich nur in Wittenberg. Und das auch noch in der Stadtkirche, Luthers Hauskirche. Die Jugendmusiziergruppe Michael Praetorius und der Kinderchor der Oper Leipzig haben es vermocht, mit einem fulminanten Musiktheaterprojekt„ Das Biest kann schwimmen“ der aller besten Sorte zu faszinieren. Die farbenfrohen Kostüme, die eindringliche Choreographie der Tänzer und die Teufel auf der Kanzel waren großes Kino. Die Stunde Musiktheater ging viel zu schnell um.

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Wittenberg hatte auch noch in der Woche davor viel zu bieten.

Im Stadthaus gab es eine besondere Ausstellung zu sehen. Die Karikaturen über Religion waren auch ein Höhepunkt meines wohl letzten Wittenberg Besuches in diesem Jahr.

Endlich haben wir es auch in das Melanchthonhaus geschafft. Das Haus atmet Geschichte und mit der Schlüsselidee hat die Museumspädagogik wieder etwas Großartiges im Angebot. Nicht nur Kinder können das ausprobieren.

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Eine spitzenmäßige Idee waren die „Luthertöne“, die in einem zwei stündigen Hörspaziergang Luther wieder von einer ganz anderen Seite zeigte.

In der Christuskirche in Piesteritz erwartete uns aber noch ein Höhepunkt der gesamten Wittenbergbesuche. Einheimische Künstler haben das Luther Motiv auf die vielfältigste Weise umgesetzt. Ein Kunstwerk war schöner und eindrucksvoller als das andere. Eine wunderbare Kunstausstellung. Unbedingt sehenswert, was die Organisatoren so zusammen getragen haben und die Künstler zu schaffen in der Lage sind.

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Auf den Spuren von Tetzel 17.9. 2017

Der Luther Tetzel Weg geht von Wittenberg nach Jüterbog über 47 Kilometer. Wir starteten in Wittenberg im Schwarzen Kloster und fuhren dem gut ausgeschilderten Weg gen Norden.
luther-tetzelweg Fast immer auf asphaltiertem Untergrund ging es rasch vorwärts. Nur einmal war ein Stück verwunschener alter Wald zu durchqueren. Die romanischen Dorfkirchen am Wegesrand waren leider alle geschlossen. Tafeln, die auf den Inhalt des Weges hinwiesen, fanden wir ebenso nicht. Dafür aber war der Leipzig Berlin Radweg gut beschildert. Kunstobjekte und der wohl schönste Rastplatz Deutschlands luden zum Verweilen ein.
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Bald waren der Skaterweg und der Tetzel Luther Weg eins. Super Ausschilderung und meist Superuntergrund erleichterten das Vorwärtskommen. Etwas abseits des Weges aber trotzdem ein krönender Abschluss war der Besuch im Kloster Zinna gewesen. In der Klosterkirche konnte man auch den Geist Tetzels ein wenig erahnen.
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Entdeckungen im Lutherland Brandenburg 16.9.2017

 

Die kleine Stadt  Jüterbog im Fläming war dieses Mal Ziel meiner Entdeckungen auf  dem Luthertrip.

Jedoch vorher entdeckten wir noch ein Kleinod in Herzberg. In der Nähe der Marktkirche wurde ein Lutherstübchen eingerichtet. Frau Tabita Grünhard erzählte leidenschaftlich  von ihrem Zugang zu Martin Luther. Neben Kaffee und Kuchen lassen sich sogar Vogelstimmen dem Lebensweg von Luther bis zum 31.10. 2017 zu ordnen. Die Luther-Meile lädt zum Wandeln in der Stadt an der Schwarzen Elster ein. Schaufenster erzählen anschaulich die Geschichte der Reformation.

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Das Stadtbild von Jüterbog  wird geprägt von zwei Kirchen, eine hat noch große Kirchtürme und ist tatsächlich noch eine Kirche, die andere ist ein Kulturquartier Mönchenkirche  geworden. Beide sind geprägt von rotem Backstein. Zu sehen gab es eine Sonderausstellung zu Tetzel, Ablass  und dem Fegefeuer. Auf einigen Tafeln wurde die historische Person Tetzel beschrieben und in eindrucksvollen Bildern dem Phänomen Fegefeuer beigekommen.

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Höhepunkt des Besuches in Jüterbog war jedoch das Mysterienspiel in der Nicolaikirche. 60 Laiendarsteller erzählten in farbigen Bildern und blumiger Sprache die Bibel. So wurden das Alte und auch das Neue Testament ziemlich lebendig.teufela-jueterbog

Mit dem Lutherpass in Süd Brandenburg unterwegs 2.9.2017

Mit dem Lutherpass in Süd Brandenburg unterwegs 2.9.2017

Der Luther-Pass ist eine echte Brandenburger Erfindung. So sind sechs verschiedene Stationen einen Besuch wert.

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Unsere kleine Radtour ging in Mühlberg los, führte nach bad Liebenwerda und endete in Mühlberg. Das Kloster in Mühlberg ließen wir dieses Mal links liegen und konzentrierten uns auf die Schlacht von Mühlberg 1547. Die Reformation erlitt hier ihre schmerzlichste Niederlage, im Heimatmuseum schön dar gestellt. Über verschiedene ausgewählte Radweg ging es durch das Südbrandenburger Land Richtung Bad Liebenwerda.

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An der Stadtkirche fand sich ein Luther. Ansonsten ist im Heimatmuseum nicht nur eine Sonderausstellung zur Reformation zu bestaunen, auch machen die Marionetten was her. Den Luther Pass konnte ich hier vollenden.

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Der Mönch war’s Wittenberg 27.8. 2017

Der Mönch war’s Wittenberg 27.8. 2017

Nun ist auch die zweite Sonderausstellung zu 500 Jahre Reformation geschafft. 95 Schätze 95 Personen , so die Ausstellung im Augusteum Wittenberg. Sonntagmorgen hielt sich die Besucherzahl in Grenzen und so konnten wir die 95 Schätze wahrlich bestaunen. Fotografieren leider verboten. Schade, so ist mediale Werbung schwer möglich. Mögliche Highlights habe ich schon wieder vergessen, die Ausstellung mit den 95 Personen fand ich nicht so toll. Als ich schon enttäuscht von dannen ziehen wollte, kam er doch noch, der absolute Höhepunkt dieses Besuches Die volle Wucht der Reformation schlug zu. . Im zweiten Stock erwartete mich Luthers Hund Tölpel. In einer grandiosen Fernsehsendung wird absolut amüsant der Thesenanschlag auf N 95 erklärt. Die blaue Hundefigur Tölpel ist an sich schon ein Hingucker, aber die einprägsame Stimme samt witzigen Monologen ist spitzenmäßig. Den Machern ist was Großes gelungen. In weiteren Zimmern wird die Reformationsgeschichte in Mitmach Stationen super erklärt. In bin tief beeindruckt. Danke den Machern für die Ausstellung und den Mitmach-Angeboten. Lehrer geht mit euren Schülern in dies Ausstellung. Sie ist es wert.

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Etwas Besonderes hatten sich die Macher der Weltausstellung ausgedacht. Wir gingen auf Spiritual Journey. An  12 Stempel-Stationen lässt sich das eigene Ich erkunden. Ob nun bei Kaffee mit Gott oder auf dem Bunkerberg, eine innere Einkehr fand tatsächlich statt.

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Fotoausstellung „Expedition Lutherweg“ eröffnet 20.8.2017

 

Gundolf Schmidt und Jürgen Gericke  bereisten mit dem Fahrrad den sächsischen Lutherweg. Es wurde eine echte Expedition, mit kleinen Abenteuern und wundervollen Begegnungen am Rande des Lutherweges.

Ein Atheist und ein Christ entdeckten auf den Spuren  Martin Luthers Sachsen neu.

500 Kilometer, 40 Luthertafeln und 27 Stationen galt es zu bewältigen.

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Es entstanden eine Multivisionsshow „Expedition Lutherweg“ Sachsen neu entdecken  in vier Teilen.

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Ebenso entstand eine Fotoausstellung mit 22 Tafeln je 60x 40 cm. Neben den Etappen werden auch Menschen und ganz besondere Orte in Wort und Bild dargestellt.

 

Seit Sonntag, dem 20. August 2017, ist die Fotoausstellung in Mügeln im Rathaus zu sehen.

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Reformation in Finnland 2.7.2017

Reformation in Finnland 2.7.2017

Obwohl ich gerade Pause mache von meinem Luthertripp, dauerte es nicht lange und in Finnland liefen mir Spuren der Reformation förmlich über den Weg. In Helsinki ist die größte Kirche der Dom die Hauptkirche der evangelischen Kirche Finnlands. Eine ganz kleine Ausstellung wies auf die 500 Jahre Reformation hin.

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Im Inneren aber Statuen von Martin Luther, Philipp Melanchthon und Mikael Agricola, dem Reformator Finnlands. Ansonsten glänzt die Kathedrale mit evangelischer Schlichtheit.

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Erst in Turku begegneten uns wieder Spuren der Reformation. Der Dom von Turku ist nicht nur die einzige mittelalterliche Kirche samt Kreuzrippengewölbe und vielen kleinen Kapellen. Doch hier glänzte eine kleine Mitmachausstellung für Kinder mit schönen Ideen, die Reformation zu erleben. reformation-suomi

Die wohl erste finnische Bibelübersetzung rundete das Erleben Reformation in Finnland ab.