Abwechslungsreicher Museumstag in der Reformationsstadt Torgau 21.5. 2017

Abwechslungsreicher Museumstag in der Reformationsstadt Torgau 21.5. 2017

Torgau weiß sich in Szene zu setzen, die  Manager der Stadt wissen, wie man Aufmerksamkeit auf eine Stadt lenkt.

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Dieses Mal hat mich der Internationale Museumstag nach Torgau gelockt. Und das zu recht. Toll, was hier in einem Jahr geschaffen worden ist.  Obwohl der Lutherweg nur die zweite Geige spielte, passt doch alles zueinander. Schloss Hartenfels mit seiner Schlosskapelle und den wechselnden Sonderausstellungen entführen bildgewaltig in die Zeit der Reformation und Renaissance. Das nun auch noch gleich zwei museale Kleinode ihre Pforten öffnen, ist schon bemerkenswert. Die Katharina von Bora Stube und das nahe gelegene Spalatinhaus sind von außen wie von innen sehr sehenswert. Schloss Hartenfels steht immer im Mittelpunkt des Interesses.

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Locker und leicht wird Reformation und Baugeschichte vermittelt. Mir hat es sehr gefallen. Zum Abschluss erkundeten wir noch ein besonderes Juwel der Torgauer Innenstadt. Das Bürgermeister Ringenthal Museum versetzt einem doch fast in einen Historienfilm, so echt sieht alles aus. Die Engeldecke hat schon was. Einfach toll. Danke Torgau. Ich komme gern wieder.

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Was für ein Reformations Wochenende 6.5.2017

Was für ein Reformations Wochenende 6.5.2017

Die Stadt Eisenach hat uns und sich selber ein wirklich schönes Wochenende geschenkt.  Zuerst dachte ich kaputte Häuser, laute Straßen und ein großer Reformationstrack, das ist aber nicht die lange Anreise wert. Doch von Stunde zu Stunde wurde ich eines besseren belehrt. Eisenach zog alle Register, damit uns die Stadt in positiver Erinnerung bleibt. Schon der Luther schmaus in den Lutherstuben war ein mächtiger Überzeugungsangriff. Der Aufstieg zur Wartburg auf dem Luthererlebnispfad war dann der nächste Versuch meine Meinung zu ändern. Recht geschickt verbanden die Erfinder des Weges den schwierigen Aufstieg mit einer Bildergalerie zu Luthers Leben.

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Ruckzuck waren wir oben. Die Wartburg als historischer Ort spricht ja schon für sich aber die Sonderausstellung „Luther und die Deutschen“ war dann schon ein echter Hingucker. Viel, aber nicht zu viel, gab es zu lesen und dank eines Audio Guides für Kinder auch anschaulich zu hören. Sehr sehenswert. Noch immer konnte die Stadt Eisenach punkten. Die ganze Stadt war ausgebildert mit Sprüchen von Martin Luther.

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Viele kamen mir bekannt vor. Das Menschengewimmel wollte gar nicht aufhören. Ich hätte nie gedacht, dass sich so viele Menschen von der Reformation anziehen lassen. Egal ob sie nun des Bieres, der Kinderbeschäftigung oder wie wir als Touristen hier her gekommen sind. Noch wartete ja das Luther Haus auf unseren Besuch. Von außen ein Schmuckstück ist es von innen ein sehr vorzeigbares modernes Museum. Toll die Ausstellung zur katholischen Sicht auf die Reformation, aber auch das normale Museum war sehr anschaulich und abwechslungsreich gestaltet.

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Und wir waren auch nicht allein. Eigentlich war ich von Eisenach als schöner und voller Entdeckungen reicher Stadt schon überzeugt, doch das Sahnehäubchen kam am Abend im Landestheater. „Luther. Rebell wider Willen“ wurde als Musical dargestellt. Mit rockigen Klängen, tollen Bühnenbildern, guten Gesangseinlagen, schönen Massenszenen vergingen die 2 Stunden fast wie im Flug. Eisenach, Du hast alles gegeben uns von einer Wiederholungstat zu überzeugen. Und wir werden wohl wiederkommen auch dank der 500 Jahre Reformation.

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Kleine Stätten der Reformation im Land Brandenburg 1.5.2017

 Kleine Stätten der Reformation im Land  Brandenburg 1.5.2017

Die Spuren der Reformation sind auch in der Niederlausitz zu finden, aber ich musste schon etwas genauer hinschauen. In Luckau fand ich an der Nicolai Kirche diese schöne Reformationsbank und originale Teufelspuren am Eingang. Dorfkirchen gibt es selbstverständlich in fast jedem Dorf, so wie in Goßmar am Kranich Radweg.

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Die Dorfkirchen sind meist aus Feldsteinen erbaut und fast in jedem Ort vorhanden. Ein besonders schönes Exemplar steht in Ogrosen. Kirche, Linde, Pfarrhaus alles ist noch ein wahres Idyll. Eine kleine Tafel weist auf O.E. Schmidt hin, der auch schon hier gewesen ist.

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An einigen Orten ist die Kirche auch geöffnet, z.B. in Fürstlich Drehna. Von außen ein typischer Brandenburger Kirchenbau ist sie doch von innen besonders schlicht evangelisch gehalten.

Der besondere Lutherweg in Brandenburg 20.4.2017

Der besondere Lutherweg in Brandenburg 20.4.2017

Sechs Stationen kann ich als Lutherwegfan in Brandenburg besuchen. Der Elbe-Elster-Kreis hat sich was Besonderes einfallen lassen, den Lutherpass. Warum er aber pink sein muss, hat mir noch keiner erklären können. Innen ist er um so attraktiver gestaltet. Exakte Orts und Inhaltsangaben machen den Lutherpass zum echten Führer durch das brandenburgische Reformationsland.Im Sänger und Kaufmannsmuseum erfuhr ich einiges über die Geschichte der protestantischen Kantoreien. Liebevoll in Szene gesetzt erfuhr ich wieder einige neue Aspekte der Reformation.

Jüterbog besticht schon mit seiner großen gut erhaltenen Klosterkirche. Von außen wie von innen ein Schmuckstück. Bibliothek, Touristenifo und ein sehenswertes Museum lassen die alten Gemäuer in neuem Glanz erstrahlen. Da Herr Tetzel hier nachweislich gewirkt hat, ist Jüterbog auch ein authentischer Ort. Die Darstellung der Unterschiede zwischen Protestenten und Katholiken sind einfach und auch für mich Atheisten gut nachvollziehbar dargestellt.

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In Herzberg erwartete mich in der Stadtkirche Sankt Marien eine stimmgewaltige Orgel und eine kleine feine Ausstellung zur ersten evangelischen Schulordnung.

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Reformationen war meine letzte Station auf meinem Brandenburger Reformationsweg. Es führte mich in das Renaissance Schmuckstück Schloss Doberlug. Im Inneren befindet sich eine Kunstausstellung der besonderen Art. Künstler aus dem Kreis Elbe Elster und Gäste zeigen ihre Werk mit ihren Ansichten zur Reformation. Traditionelle Werke wie Volker Pohlenz Frieden zu Oschatz stehen zum Beispiel sehr avantgardistische Werke von Kerstin Becker aus Zossen gegenüber.

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Sonniger Abschluss auf dem Lutherweg 9.4. 2017

Sonniger Abschluss auf dem Lutherweg 9.4. 2017

Es ist vollbracht. Der sächsische Lutherweg wurde von Jürgen und mir einmal komplett umrundet. Der Abschnitt  von Eilenburg nach Löbnitz hatte noch einmal alle Facetten des Lutherweges zu bieten. Eine gute Ausschilderung, leider auch schon einige zerstörte Exemplare, eine Mischung aus Feldweg, Wiesenweg und radfreundliche Abschnitte , auch schön an der Mulde gelegen, machen das Rad fahren sehr abwechslungsreich.

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Höhepunkt war der Abstieg nahe der Fähre Gruna zur Mulde. Hier war schon Geduld gefragt. Die Wegeabschnitte im Wald und über die Wiesen und Felder waren immer geprägt von einem prächtigen Frühling, der alles zeigte, was er so zu bieten hat. Die Stadtkirche in Eilenburg und die Dorfkirche in Löbnitz sind sehenswert und waren gleichzeitig Start und Zielpunkt. Ein Osterbrunnen in Löbnitz war ein schöner Abschluss. Für Jürgen und mich ging eine doch relativ lange Fahrt auf dem Lutherweg zu Ende.

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Überraschungen in der Lutherstadt Eisleben 8.4. 2107

Überraschungen in  der Lutherstadt Eisleben 8.4. 2107

Selbstverständlich musste ich  irgendwann auch mal nach Eisleben, der Geburts- und Todesstadt von Martin Luther. An diesem Samstag war es dann so weit. Ich erwartete ein kleines verschrumpeltes Museum, doch weit gefehlt, es waren erst mal zwei und dann auch welche vom aller feinsten.

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Mit viel Engagement und auch ein wenig Geld wurden zwei Museen voller sehenswerter Details erschaffen. Nicht nur Quellen, Gegenstände und Bilder waren zu bewundern, auch viele interaktive Elemente erwarteten mich.

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Überraschend gefielen mir beide Museen ausgesprochen gut. Natürlich musste ich auch die St. Andreaskirche besuchen, die einzige echte wirkliche Lutherstätte, die es tatsächlich so gegeben hat, wie sie heute noch dasteht. Doch am überraschensten war die St. Petri- Pauli Kirche mit Zusatz Zentrum Taufe. Als Taufkirche Luthers wollte ich sie besuchen und sie entpuppte sich als etwas ganz besonderes. Sie ist wohl eine der wenigsten Kirchen mit so einem gewaltigen Taufbecken. Die Ganzkörpertaufe wie zu Jesu Zeiten ist hier möglich und ein Touristenmagnet.

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 Super Schülertheater in Torgau 25.3. 2017

 

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch in der Alltagskirche zu Torgau gewesen. Das Johann Walter Gymnasium hat eine sehr gute Theaterveranstaltung zu Frauen in der Reformation auf die Beine gestellt. Die Aula an sich ist schon beeindruckend, aber der Aufwand der Theatergruppe toppt noch einmal den ersten Eindruck.

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Herrinnen Käthe

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Selbst geschrieben, selbst inszeniert mit einigen phantastischen Einfällen gehört das Gesehene zum besten an gesehenen  Veranstaltungen zu 500 Jahren Reformation. Die Musik, das Bühnenbild, selbst Herr Philipps hatte eine Gastrolle. Die Einbeziehung der Lebenshilfe zeigt, wie Inklusion funktionieren kann. Hervorheben möchte ich noch das Schattentheater und die geniale Idee, der Verwendung verschiedener Zeitebenen.

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Luther und die Leipziger Buchmesse 24.3.2017.

Es war schon beeindruckend mit welcher Vielfalt Martin Luther auf der Buchmesse vertreten war. Sehr viele Verlage haben etwas beizusteuern. So gab es Romane, Sachbücher und auch Comics waren im Angebot. Selbstverständlich gab es auch sehr viele Veranstaltungen zu Luther, Katharina von Bora oder anderen Protagonisten der Reformation. Der Ostfalia- Verlag kümmert sich um Deutsche Geschichte im Comic.

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Claudia und Nadja Beinert überzeugten durch eine sehr ansprechende Lesung vom Buch „Die Mutter des Satans“.

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Selbst die Abrafaxe sind in Sachen Reformation unterwegs.

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Das Buch über den „Lutherweg in Sachsen“ von Bernd Görne und Andreas Schmidt wurde ja schon gekauft.

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11.3.2017 Vorfrühling auf dem Lutherweg

11.3.2017 Vorfrühling auf dem Lutherweg

Nun war es endlich so weit. Nach acht Monaten konnten wir unsere Radtour auf dem Lutherweg fortsetzen. Start war dieses Mal in Leipzig Connewitz. Quer durch die Stadt Leipzig ging es von Süden nach Norden. Ohne Navi wäre das ein schwieriges Unternehmen, denn Schilder sind kaum vorhanden. Dafür sind aber Radwege und Sehenswürdigkeiten im Überfluss vorhanden. Die Thomaskirche und auch die neue Katholische Kirche liegen am Lutherweg. Nach einer Stunde waren die 12 Kilometer Stadtweg geschafft und es ging Richtung Eilenburg. Die 30 Kilometer waren dann wieder typisch für den Lutherweg. Naturnahe Wege  samt Schlamm und Sand erschwerten ein Vorankommen.

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Doch irgendwann war auch der letzte Anstieg geschafft und ein Lost Places kündete vom Erreichen der Stadt Eilenburg. Und zur Belohnung  gab es eine Schwarzwälder Kirsch.

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4.3. 2017 Happy Birthday Elisabeth

4.3. 2017 Happy Birthday Elisabeth

Vor 515 Jahren wurde Elisabeth von Sachsen geboren. Sie war ein schillerndes Frauenzimmer in der Hochzeit der Reformation. Sie machte alle Höhen und Tiefen dieser bewegten Zeit mit. Ihre glücklichste Zeit erlebte sie in Rochlitz.

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Ein kleines Wandel-Theaterstück führte durch das Schloss Rochlitz.

Es zeigte mir wieder unbekannte Seiten eines Schlosses, welches ich seit 34 Jahren immer wieder gern besuche.

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